Umzüge /// Tipps

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Umzugs-ABC

Rosenmontags-, Schul- und Veedelszug, Sternmarsch. Jeder Umzug hat in Köln seine Traditionen, Rituale und Besonderheiten. Wer unsere Tipps liest, steht garantiert nicht in der zweiten Reihe.

A ///Anfang

Die Schul- und Veedelszug beginnt in diesem Jahr um 10.30 Uhr. Der Zugweg ist fast identisch mit dem, des Rosenmontagszuges. Genauere Infos zur Strecke unter
http://www.koelnerkarneval.de/69.html

Der Rosenmontagszug setzt sich um 10:30 Uhr nach feierlicher Eröffnung durch die Kölner Ratsbläser und Fanfaren in Bewegung und zieht durch folgende Straßen: Über den Chlodwigplatz durch das Severinstor, Severinstraße, Löwengasse, Weberstraße, Follerstraße, Mathiasstraße, Mühlenbach, Hohe Pforte, Hohe Straße, Schildergasse, Krebsgasse, Am alten Posthof, Hämergasse, Breite Straße, Albertusstraße, Magnusstraße, Zeughausstraße, Burgmauer, Appellhofplatz-Westseite, Neven-DuMont-Straße, Neue Langgasse, Glockengasse, Schwertnergasse, Breite Straße, Tunisstraße, Brückenstraße, Obenmarspforten, Quatermarkt, Gürzenichstraße, Heumarkt, Unter Käster, Alter Markt, Bechergasse, Am Hof, Wallrafplatz, Unter Fettenhennen, Trankgasse, Bahnhofsvorplatz, Domprobst-Ketzer-Straße, Marzellenstraße, Kreisverkehr Nordseite, An den Dominikanern, Unter Sachsenhausen, Kattenbug, Zeughausstraße, Mohrenstraße.
http://www.koelnerkarneval.de/63.html


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A ///Aufstellung

Ein besonderer Tipp für Groß und Klein, die gerne mal ganz nah dran sein möchten, ist die Umzugsaufstellungszeremonie rund um den Chlodwigplatz. Ab 9 Uhr morgens formieren sich hier und in den Seitenstraßen nicht nur die verschiedenen Traditionskorps, Tanz- und Musikgruppen, sondern auch die riesigen Themen- und Prunkwagen. Die Gruppen des ersten Zug-Abschnitts stellen sich entlang des Ubierring auf, während sich der 2. und 3. Abschnitt auf der Bonner Straße formiert. Die Nachhut bilden Gruppen, wie „Alt Severin“, „Fidele Fordler“, „Fidele Zunftbrüder“ oder „Löstige Innenstädter“ auf ihrem Aufstellplatz am Sachsenring. Schlusslicht und gleichzeitig Höhepunkt des Rosenmontagszugs bildet traditionell die Ehren- und Prinzengarde mit Bauer, Jungfrau und Prinz. An alle Kamellejäger: Die Karnevalsbonbon dürfen erst nach der Severinstorburg geworfen werden.


A ///Ausblick, Aufwärmen und Co.:

Die Freiflächen an der Severinstorburg und der Severinskirche sind optimal, um den Rosenmontagszug zu überblicken. Wer sich während dem Umzug auch aufwärmen und eine Toilette in der Nähe haben möchte, der sichert sich einen Platz in den zahlreichen Kneipen entlang des Rosenmontagszuges, z. B. das Schmitze Lang oder die Severin Brauereigaststätte auf der Severinstraße. Siehe auch unser Special Kneipen nach dem Umzug.


F /// Fensterplatz

So schwer ist der beliebte Platz gar nicht zu ergattern: Einfach mal Bekannte, die an der Umzugs-Strecke wohnen, fragen, ob man bei ihnen mitfeiern kann oder ob sie jemanden kennen, der den Platz vermietet. Nutzen Sie dafür auch die Fensterbörse im Marktplatz. Die andere Alternative: Mit mehreren Personen für einen Tag ein Hotelzimmer mieten, z. B. im Mercure Hotel Severinshof.



G /// Geisterzug

Alle die den Geisterzug nicht selbst schon miterlebt haben, denen sei gesagt: Es ist kein Umzug im bekannten Sinne. Das Besondere: Der abendliche Geisterzug ist der einzige Umzug in Köln, der erst zum Umzug wird, wenn auch die „Zuschauer“ mitgehen. Und zwar im Gruselkostüm oder auch ganz unkostümiert. Dieser Marsch ist die wahre (Geister-)Stunde der Sambagruppen. Mit Trommeln und Rasseln ziehen sie lautstark durch die Strassen und stecken jeden mit ihren treibenden Rhythmen an. Der Geisterzug 2010 führt am Karnevalssamstag (13. Februar) unter dem Motto „Däm Aggripina ze Ihre – vom Flottekastell noh dr Huhpotz“ (für Nicht-Kölner: Aggripina zu Ehren) vom römischen Flottenhafen an der Alteburg ab 20 Uhr durch Bayenthal und die Südstadt zur Hohen Pforte. Der Umzug endet schließlich auf dem Waidmarkt. 2010 bis 2015 stehen alle Geisterzüge ganz unter dem Einfluss der Schirmherrin Aggripina. Geisterzug-Gründer Erich Hermans will damit den 2000 Geburtstag der Namensgeberin im Jahr 2015 gebührend feiern. Wer mehr über die Hintergründe wissen möchte, findet ausführliche Informationen unter: www.geisterzug.de


K /// Kamelle & Strüüßche (kleiner Blumenstrauß)

Ein Tüte oder leichte Tasche ist in jedem Fall ein Muss. Für Profis heißt es: Unbedingt einen Schirm mitnehmen. Dabei geht es weniger um den Regenschutz, sondern vielmehr darum Kamelle, Schokoladen und Pralinen besonders optimal aufzufangen. Achtung: Nicht den Nebenmann verletzen!


K /// Kinder

Der Schul- und Veedelszug, bzw. die Umzüge in den Stadtvierteln am Karnevalssamstag, -Sonntag und -dienstag sind am ehesten für Kleinkinder und Eltern mit Kinderwagen geeignet. Das gilt nur eingeschränkt für den Rosenmontagszug. Meist geht es sehr gedrängt zu und nicht gerade kindgerecht sind auch die hohen Umzugswagen.



K /// Kostüm

So ein Umzug kann schon mal bis zu 4-5 Stunden dauern. Mit entsprechender Wartezeit im Vorfeld sogar mehr. Da ist es wichtig, das Kostüm auf seine Outdoor-Tauglichkeit zu überprüfen. Wie wäre es mit dem Mystery-Helm, der stark aussieht und auch noch schützt (> Link intern zu Kostüm). Falls es danach noch in die Kneipe geht, sollte das bewährte Zwiebelprinzip angewendet werden.


S /// Severinstorburg

Hier in dieser historischen Kulisse wird der Rosenmontagszug jedes Jahr feierlich mit den Kölner Ratsbläsern eröffnet.


S /// Sicht

Mindestens 2 Stunden vor Eintreffen des Zuges sollte man seinen Platz an der Strecke gesichert haben. So ist die Chance am größten, eine gute Sicht auf die Umzugswagen und -gruppen zu erhaschen.


S /// Strüüßche (kleiner Blumenstrauß)

Die beliebten Karnevalssträußchen (Strüüßje) gibt es meist gegen ein Bützche – oder Karnevalsküsschen.


T /// Tribüne

Wem das Getümmel am Rosenmontagszug zu eng wird, sollte sich Plätze auf den diversen Tribünen entlang der Umzugsstrecke sichern. Entweder über unseren Marktplatz, oder ab 39,90 Euro beim Festkomitee Kölner Karneval. Mehr Infos unter: www.koelnerkarneval.de


Z /// Zug-Locations

Wer will schon in Hochstimmung die Sachen packen und nach dem Zug direkt nach  Hause gehen? Genau hierfür haben wir ein paar Gastronomien in unmittelbarer Zugnähe herausgesucht.

Turista Süd, Severinsstraße 3, 50678 Köln, 0221 9311421
Das junge Tapasrestaurant mit spanischem Flair passt zum südlichen Standort unmittelbar an der Severinstorburg. Hier lässt sich prima feiern – sowohl nach dem Weiberfastnachstzug, dem Schul- und Veedelszug als auch nach dem Rosenmontagszug.

Schmitze Lang, Severinsstraße 62, 50678 Köln, Tel. 0221 3318412
Der kölsche Musiker Rico Banderra reanimierte die alteingesessene Traditionskneipe liebevoll im kölschen Stil in der Severinsstraße. Somit wird „Schmitze Lang“ zu einer der ersten Adressen, bei denen man sich nach dem Rosenmontagszug ein Plätzchen ergattern sollte.

Bieresel, Breite Straße 114, 50667 Köln, Tel. 0221 2576090
Was gibt es passenderes, als mit einem frisch gezapften Kölsch im Bieresel auf einen gelungenen Rosenmontagszug anzustoßen. Zwar ist dieses Traditionswirtshaus eher als berühmtestes Muschelrestaurant Kölns bekannt, doch Rosenmontag ist nun mal alles anders.

La Päd, Breite Straße 32, 50667 Köln, Tel. 0221 2578412
Zu Hochdeutsch „Das Pferd“ gehört ebenfalls zu Kölns Kneipeninstanzen der ersten Stunde. Das kleine Rasthaus ist Kölschkneipe und Restaurant in einem. Zwar liegt es nicht unmittelbar an der Umzugsstrecke, ist jedoch in nur wenigen Minuten zu Fuß – und noch kürzer „zu Päd“ erreichbar.

Klein Köln, Friesenstraße 53, 50670 Köln, Tel. 0221 25 36 76
Nur ein Steinwurf vom Zugweg (Magnusstraße) entfernt, liegt die berühmt-berüchtigte Friesenstraße. Berüchtigt u. a. wegen Stimmungslokalitäten wie dem Klein Köln. Dort wird gefeiert, gebützt und geschunkelt bis der Arzt – wenn auch nur verkleidet – kommt.

Haus ZIMS, Heumarkt 77,  50667 Köln, Tel. 0221 94659333
Frisch restauriert wird sich das Haus Zims als sicher schnell als absolute In-Adresse des Kölner Karnevals etablieren. Unter der Erde wartet die Traditions-Gastronomie mit einem riesigen Gewölbe-Keller auf. Die neue Lokalität ist allen „Kölner Helden“ gewidmet. Gemeint sind ehrbare Bürger der Stadt und der Region. Der „kölsche Walk of Fame“ eben.

The Cokonian – Irish Pub, Alter Markt 52, 50677 Köln, Tel. 0221 2576931
Zwar ist das Cokonian normalerweise ein urgemütlicher Irish Pub, doch an Rosenmontag gibt es hier kein Halten mehr. Da stehen der Pub Kopf und die Gäste auf den Tischen. Um so praktischer, wenn man, nachdem der Umzug den Alter Markt passiert hat, nur noch in den Laden fallen muss.

Papa Joe´s Klimperkasten, Alter Markt 50-52, 50677 Köln, Tel. 0221 – 258 21 32
Diese außergewöhnliche Gastronomie lebt von ihrem Ambiente – ein wenig skurril, rustikal und exzentrisch – aber immer 100% Kölsch. Hier lässt sich Rosenmontag vortrefflich feiern und bei einem Gaffel-Kölsch unter Freunden anstoßen.

Biermuseum, Buttermarkt 39, 50677 Köln, Tel. 0221 – 2577802
Nicht nur sämtliche Kölschsorten gibt es hier im Angebot, auch Bier aus aller Herren Länder, so z. B. aus Spanien, Mexiko, Thailand, Jamaika, Holland oder China. Bei so viel Weltoffenheit ist es kein Wunder, das auch an Karneval viele internationale Jecken hier einkehren.

TOP-Tipp /// UmzügeTop-Tipp: After-Zug-Party der Roten Funken am Rosenmontag

Direkt nach dem Ende des Zuges startet im benachbarten Gürzenich-Grill die „After-Zoch-Party“. Dort treffen Sie noch einmal alle Roten Funken und können mit ihnen einen stimmungsvollen Ausklang des Rosenmontag feiern. Kosten: 22,- Euro pro Person, Kinder: 9,- Euro, Karten unter:
http://rote-funken.de/cms/front_content.php?idart=102


 
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